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Heinz Untermann, MdL besuchte im September 2011 als Vertreter der FDP-Landtagsfraktion gemeinsam mit einer Delegation von Landtagsabgeordneten aus dem deutschen Bundesland Thüringen, angeführt von Landtagspräsidentin Birgit Diezel und Vize Birgit Klaubert den Südtiroler Landtag. Empfangen wurde die Delegation von dem Südtiroler Landtagspräsident Mauro Minniti, den Präsidialsekretären Roland Tinkhauser und Veronika Stirner Brantsch sowie von den Abgeordneten Elmar Pichler Rolle, Pius Leitner, Sigmar Stocker, Hans Heiss und Andreas Pöder. Die Thüringer Parlamentarier hatte dieses Treffen mit dem hiesigen Parlament gewünscht, um sich mit den Abgeordneten über Probleme und Herausforderungen an die beiden Länder, auch und insbesondere in einer europäischen Optik, auszutauschen. "Dies zeugt einmal mehr, dass Südtirol aufgrund seiner langen Erfahrung mit der Autonomie für andere Länder beispielgebend wirken kann", so der Landtagspräsident Minniti.
Ausgangspunkt des Austausches war die Geschichte und die Struktur der Autonomie, die vom Direktor der Abteilung Europaangelegenheiten, Herrn Dr. Thomas Mathà, in einem Referat über die Besonderheiten Südtirols im Zusammenhang mit dem Minderheitenschutz, dem institutionellen Panorama und dem Verhältnis zu Staat und EU dargelegt wurden. In der Folge ging man auf die derzeitige wirtschaftliche Lage ein: In Thürigen wurden zahlreiche Investitionen getätigt, um den Wirtschaftsaufschwung zu begünstigen. Die Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft fördere konkret einzelne Bereiche und unterstütze die Unternehmen, was bei den Südtiroler Abgeordneten auf ein reges Interesse stieß. Dies verhindere jedoch nicht die Abwanderung junger Menschen in andere Länder, in denen die Gehälter höher sind, und bedinge gleichzeitig eine starke Verschuldung: In diesem Zusammenhang zeigten sich die Südtiroler Abgeordneten sehr an der Kürzungspolitik interessiert, die in Thüringen verfolgt wurde, um der Verschuldung Herr zu werden. Schließlich wurde auch über die Rolle Europas debattiert. Diezel wies darauf hin, dass im Thüringer Landtag nun ein Ausschuss für Europangelegenheiten eingerichtet wurde, der sich nur mit Fragen zu Europa beschäftigt. Die Regionen hätten nämlich ein Recht darauf, die europäische Politik mitzugestalten. Diesbezüglich sei es nur von Vorteil, dass Südtirol europäische Richtlinien eigenständig umsetzen könne. Schließlich setzte man sich auch mit dem Thema der Ausstattung des gesetzgebenden Organs auseinander. Die Südtiroler Abgeordneten stellten fest, dass ihre Thüringer Kollegen über einen beachtlichen Verwaltungsapparat verfügen, auf den sie als Landtagsabgeordnete zurückgreifen könnten. Eine gute Ausstattung, auch der Landtagsfraktionen, sei unerlässlich, um gut arbeiten zu können, auch gegenüber der Landesregierung.
Abschließend brachte die Landtagspräsidentin ihre Wertschätzung für den erfolgten Meinungsaustausch in einer Einladung nach Thüringen zum Ausdruck, wo man diesen weiterführen könne.

Landeshauptmann Luis Durnwalder mit Delegation aus Thüringen Südtiroler Landtagspräsident Mauro Minniti mit Delegation aus Thüringen