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Karola Strien, Uwe Barth und Heinz Untermann
Karola Strien, Uwe Barth und Heinz Untermann

Am Markt in Buttstädt startete die Sommerreise des FDP-Fraktionsvorsitzenden am 25.07.2012. "Was wir nicht haben, besorgen wir", sagt Karola Strien, die Inhaberin zweier Geschäfte für Spiel- und Schreibwaren im Zentrum der 2.300 Einwohner zählenden Stadt im Landkreis Sömmerda. Hier hat sie sich vor 22 Jahren mit der Übernahme eines ehemaligen HO-Ladens selbständig gemacht. Inzwischen kam noch ein Geschäft in Kölleda dazu. Wegen der Konkurrenz aus dem Internet, müsse man sich spezialisieren. "Wir setzen auf Service: beraten, verpacken und liefern auch aus." Dazu beheimatet sie das Lotto- und Zeitungsgeschäft in Buttstädt sowie die Post in Kölleda. "Das hilft, auch wenn die Stammkunden immer weniger werden." Zurzeit gilt Urlaubsperre, weil das Schulanfangsgeschäft ganz wichtig ist, berichtet Strien. 12 Mitarbeiterinnen beschäftigt die Unternehmerin. Für diese ist das neue Ladenöffnungsgesetz durchaus ein Problem. Eine Mitarbeiterin mit einem kleinen Kind habe bis jetzt immer samstags gearbeitet, um den Montag frei zu haben. Am Samstag konnte sich der Vater kümmern und so musste das Kind an 3 Tagen nicht in die Krippe. Das gehe jetzt leider nicht mehr. Wie ihr FDP-Chef Uwe Barth hofft die liberale Unternehmerin deshalb, dass die umstrittene Regelung noch gekippt wird.

Pläne für die Zukunft hat Karola Strien zahlreich. Zur Belebung der Innenstadt will sie selbst beitragen. Gerade erst hat sie ein altes Haus erworben, das sie sanieren will. Den Internetverkauf will sie dann eventuell von den neuen Räumen aus selbst probieren. "Wir kämpfen weiter für den Erhalt des Einzelhandels", verspricht sie der Landtagsfraktion beim Abschied.
Zweite Station der Reise war der REWE-Markt Fackelmann OHG in Sömmerda, der sich durch seine langen Öffnungszeiten auszeichnet. Montags bis freitags ist bis 24 Uhr geöffnet und am Samstag bis 22 Uhr. "Da gibt es selbst in Erfurt relativ wenig Geschäfte, die das machen", stellte Uwe Barth erstaunt fest. Für Inhaber Fackelmann hat sich das bewährt und er will den Service auch weiterhin anbieten. Das deutlich größere SB-Warenhaus Kaufland am anderen Ende der Stadt hat nur bis 22 Uhr geöffnet. 118 Mitarbeiter sind dort auf 5000 qm Verkaufsfläche beschäftigt. "Der Samstag ist nach dem Freitag der zweitumsatzstärkste Tag der Woche", berichtet Marktleiter Frank Klingenhöfer. Weil man das neue Ladenöffnungsgesetz umsetzte, müsse man jetzt am Samstag mit einem Drittel weniger Personal auskommen. Die Belastung für die Mitarbeiter, die länger arbeiten müssten, sei gestiegen. Auf studentische Kräfte, die nur am Samstag arbeiten konnten, müsse man jetzt verzichten. Der Sömmerdaer Abgeordnete Heinz Untermann will diese Regulierung nicht akzeptieren. "Der Staat darf nicht glauben, er sei der bessere Unternehmer. Das geht schief."
Im Rahmen eines Treffens mit Kommunalpolitikern hatten sich Barth und Untermann am Mittag über aktuelle Probleme in der Region informiert. Rastenbergs FDP-Bürgermeister Uwe Schäfer beklagte beispielsweise, dass immer weniger Leute für die wachsenden kommunalen Aufgaben zur Verfügung stünden. Kommunaler Finanzausgleich und Verwaltungsreform waren weitere Themen. Die Fraktion war entsprechend dem Motto der Sommerreise "Marktplatz Thüringen" am Nachmittag mit einem Infostand auf dem Markt in Sömmerda präsent und gab dort Auskunft zur Arbeit der Fraktion.

Geschäft von Karola Strien Rathaus Buttstädt Uwe Barth und Inhaber Fackelmann Öffnungszeiten REWE REWE-Markt Frank Klingenhöfer, Uwe Barth, Heinz Untermann Infostand