SPD-Bildungspolitik: Ungenügend und stark versetzungsgefährdet

Anlässlich der Konferenz des Thüringer Bildungsministeriums mit Lehrern in Erfurt hat die FDP-Landtagsfraktion ihre Kritik am Entwurf der neuen Schulordnung bekräftigt. "Das sich Minister Matschie jetzt der Diskussion mit den Betroffenen stellt, ist positiv", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Franka Hitzing. Die Diskussion komme aber zu spät und die Frist bis Ende April sei zu knapp. Am Freitag beginnen die zweiwöchigen Osterferien in Thüringen. Man könnte deshalb System in der Terminwahl vermuten, so Hitzing.

Von Lehrern und Lehrerverbänden hagelte es bereits im Vorfeld der Konferenz Kritik an den Planungen des Ministers. In den Lehrerzimmern herrsche Konfusion und Ratlosigkeit. Bislang seien keine Hinweise vorhanden, wie die neuen Regelungen praktisch umgesetzt werden sollten. Deswegen überraschte die liberale Bildungspolitikerin auch das große Interesse der Lehrer an der Veranstaltung in Erfurt nicht. Hitzing, die als betroffene Regelschullehrerin selbst an der Konferenz teilnahm, hat ihre verbalen Einschätzungen formuliert: "ungenügend" für den Schulordnungsentwurf und "stark versetzungsgefährdet" für den Minister Matschie. Der Minister sollte die richtigen Konsequenzen aus der heftigen Kritik ziehen und den umstrittenen Entwurf zurücknehmen. "Mit Korrekturen ist es nicht getan, der Entwurf ist nicht heilbar", sagte Hitzing.

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12.04.2011 Pressestelle