Lokalpolitik

Kirchplätze sind seit jeher das Zentrum einer mittelalterlichen Stadt, insbesondere dann, wenn es sich um eine Steinerne Chronik handelt. Am kommenden Mittwoch entscheidet der Stadtrat über die Neugestaltung von Blankenburger Straße und Kirchplatz.

Favorit ist eine Variante ohne Autos und mit Hochbeeten, Spielplatz und Wasserspielen.
Auch heute ist es ein zentraler Ort Saalfelds. Dazu gehören auch Veranstaltungen wie der Zunftmarkt oder kulturelle Angebote. Ein Spielplatz direkt neben der stadtbildprägenden Johanneskirche scheint daher sehr abwegig. Besonders, da es innerhalb weniger hundert Meter zahlreiche große Spielplätze gibt. Dazu gehören die Spielplätze im Dürerpark, am Ostberg, am Lindenplatz und am Hohen Schwarm. Diese erfordern schon jetzt einen hohen Erhaltungsaufwand durch die Stadt.
Auch die Idee, anstatt Parkplätzen an der sehr schattigen Nordseite des Kirchplatzes Beete anzulegen, stellen keine Bereicherung für eine belebte Innenstadt dar. Denn auch hier gibt es zahlreiche Grünflächen in unmittelbarer Nähe.
Vielmehr sollte man lieber die vorhandenen Parkplätze erhalten. Der Bedarf zeigt sich schon daran, dass diese durchgängig gut frequentiert sind. Besonders ältere Mitbürger und Menschen mit Behinderung sind angewiesen auf so zentrale Parkplätze, um notwendige Erledigungen und Kirchbesuche noch zu bewerkstelligen. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass Saalfelder nicht nur im Zentrum leben, sondern auch vom Umland nach Saalfeld kommen. Auch die Frage, wo zukünftig Anwohner und Gewerbetreibende parken sollen, ist nicht geklärt.
Man sollte nicht vergessen, dass in einem Flächenland nicht jeder mit dem Fahrrad in die Stadt kommt. Stattdessen sind viele Bürger auf ein Auto angewiesen. Auch das gehört zu einer belebten Innenstadt.

FDP- Fraktion Saalfeld