Die Sozialpolitik gehört zu den Kernaufgaben des Landkreises. Sie umfasst nicht nur die Auszahlung von Transferleistungen, sondern auch wichtige soziale Dienste, von der Beratung bis hin zur individuellen Förderung. Wir bekennen uns zur Solidarität. Sie ist Grundlage des menschlichen  Miteinanders und keine Einbahnstraße. Voraussetzung dafür ist eine starke Zivilgesellschaft und nicht zuallererst der Staat.

 Die Aktivitäten auf dem Gebiet der Jugend- und Familienhilfe werden an Bedeutung gewinnen und verdienen unsere Unterstützung. Wir wollen, dass der Landkreis in den nächsten fünf Jahren eine Qualitätsoffensive im Bereich der sozialen Dienstleistungen angeht und Verbesserungspotenziale identifiziert und realisiert. Nicht die Höhe der eingesetzten finanziellen Mittel, das Wohlergehen der sozialen Träger, sondern vor allem die Wirkung für die Betroffenen muss oberste Priorität haben. Wir wollen einen regelmäßigen Bericht über die Lage der sozial Benachteiligten im Landkreis als Grundlage für weitere Planungen und Entscheidungen.

Durch die steigende Lebenserwartung kommen auf den Landkreis in Zukunft neue Herausforderungen zu. Das Netz an Pflegeeinrichtungen schafft eine solide Basis, um pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen die notwendige Unterstützung zuteilwerden zu lassen. Es muss alles getan werden, damit unsere älteren Bürgerinnen und Bürger solange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Bürgerinitiativen, Vereine und Genossenschaften, die sich für ein würdiges Leben im Alter einsetzen, müssen gefördert, das bürgerliche Engagement muss anerkannt werden.

Die Gestaltung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten und Horte muss sozial angemessen sein. Daher fordert die FDP hier eine Berechnung auf einkommensabhängiger Basis. Eltern mit niedrigerem Einkommen sollen ebenfalls entlastet werden.

Schon seit geraumer Zeit fordert die FDP die Erstellung eines Mietspiegels für Stadt und Landkreis Nordhausen. Hintergrund der Forderung ist die Darstellung des real existierenden Mietniveaus. Dadurch können durch die Kommunen im Bereich der Kosten für Unterkunft und Heizung, sowie des Wohngeldes auch sozialgerechte Mieten gezahlt werden. Bisher findet eine Ballung von sozial benachteiligten Mitbürgern in einzelnen Stadt- bzw. Ortslagen statt. Dies führt zu einer künstlichen Schaffung von sozialen Brennpunkten. Das muss verhindert werden!

Wir wollen:

  • Qualitätsoffensive für soziale Dienste – Wirkung für Betroffene zählt
  • regelmäßiger Bericht über die Lage der sozial Benachteiligten im Landkreis
  • Pflege vor Ort stärken – für ein würdiges Leben im Alter
  • bürgerliches Engagement stärker unterstützen und anerkennen
  • niedrige KiTa- und Hort-Gebühren auf einkommensabhängiger Basis
  • Erstellung eines Mietspiegels um die Bildung sozialer Brennpunkte zu verhindern

07.04.2014 773