Gesundheitspolitik

Mittlere Einkommen als Opfer des Gesundheitsfonds

Mittlere Einkommen als Opfer des Gesundheitsfonds
Aufs Schärfste hat der FDP-Landesvorstand den geplanten Gesundheitsfond
kritisiert. Besonders gegen den hohen Beitragssatz für die gesetzliche
Krankenversicherung wehrt sich die FDP. Ab 2009 soll dieser auf mindestens
15,5 Prozent steigen. Bislang lag der Durchschnittsbeitrag bei 14,1
Prozent. Der Gesundheitsfond werde besonders die Thüringer Arbeitnehmer
und die Wirtschaft im Freistaat empfindlich treffen, warnte der
Landesvorstand in seiner letzten Sitzung am Montagabend eindringlich.

Pro Haushalt stehen Kostensteigerung bis zu mehrere hundert Euro pro Jahr
an. Wer in Thüringen einen Bruttolohn von 2.000 Euro erhält, muss jetzt
über 200 Euro Mehrkosten jährlich für die Krankenversicherung einplanen,
so rechnen die Liberalen vor. Damit wären erneut mittlere und kleinere
Einkommen Opfer der Großen Koalition und ihrer faulen Kompromisse. Dies
beträfe in Thüringen v.a. die kleinen Unternehmen und Familienbetriebe.
Diese machen im Freistaat 90 Prozent der Wirtschaft aus.

Die FDP hatte die Landesregierung mehrfach zur Gegenwehr aufgefordert,
doch ganz offensichtlich ?mangelt es der Thüringer Spitze an Courage?. Der
Landesvorstand verweist darauf, dass die FDP mehrfach Thüringer SPD- und
CDU-Abgeordnete aufgefordert habe, gegen den "Wahnsinn Gesundheitsfond" zu
stimmen. Die Quittung müsse im Superwahljahr 2009 folgen.