Gesundheitspolitik

Was momentan im Gesundheitswesen vor sich geht, verstehen weder Patienten noch medizinisches Personal. Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen. Doch in den letzten Jahren hat sich sowohl durch eine rot-grüne als auch schwarz-rote Gesundheitspolitik, die leider an den Erfordernissen einer modernen Gesundheitsversorgung komplett vorbeigegangen ist, die Lage in Deutschland und Thüringen verschlechtert. Leidtragende an diesem Zustand sind vor allem die Patienten. Sie spüren eine nachlassende Qualität der medizinischen Versorgung.
Auch und gerade in Thüringen als Flächenland finden viele niedergelassene Ärzte für ihre Praxen keine Nachfolger mehr. Schlechte Aussichten auf angemessene Entlohnung und lukrative Berufsangebote aus dem In- und Ausland sorgen dafür, dass junge Mediziner oftmals nicht das Risiko einer unplanbaren Selbstständigkeit eingehen. Dies und eine auswuchernde Bürokratie im Gesundheitswesen tragen zur Abwerbung auch in Thüringen ausgebildeter Mediziner in immer stärkerem Maß bei.
Dem muss endlich Einhalt geboten werden.

Liberale Gesundheitspolitik in Thüringen sieht anders aus. Eine gute Gesundheitsversorgung fängt bei der Geburt des Kindes an. Dazu gehören verbindliche Vorsorgeuntersuchungen im Vorschulalter ebenso wie alle notwendigen Impfungen und eine intensive Schuleingangsuntersuchung. Weiterführend dürfen Patienten die Art ihrer Gesundheitsversorgung in Bezug auf Arzt, Versicherer und angebotenen Tarife frei wählen, sie haben einen Überblick über die Höhe der Kosten ihrer Behandlung. Wir Liberale sind nicht für eine Verlagerung der fachärztlichen Betreuung an Krankenhäuser oder medizinische Versorgungszentren mit langen Wegen für die Patienten, sondern wir plädieren für einen flächendeckenden Erhalt der ambulanten ärztlichen Versorgung sowohl im Hausarztbereich als auch in der fachärztlichen Diagnostik.
Aber auch die Situation der Akteure im Gesundheitswesen muss endlich deutlich verbessert werden. Wir wollen eine leistungsgerechte Entlohnung derer, die Verantwortung für die Gesundheit und das Leben der Patienten tragen. Die Ärzte müssen sich wieder intensiv mit ihrer ureigensten Aufgabe beschäftigen können, die Behandlung ihrer Patienten.

Damit die Überschrift keine Fata Morgana bleibt.

Marian Koppe
Gesundheitspolitischer Sprecher
der FDP Thüringen