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Mobilfunk

Diskussion im Hohenleubener Stadtrat

Hohenleuben, 11. Juli 2005. Dass am Montagabend in der letzten regulären Stadtratssitzung vor der Sommerpause die einzigen Zuschauer aus Brückla kamen, hatte einen gewichtigen Grund. Der Mobilfunkanbieter O2 hat auf dem vorhandenen Sendemast an der Triebeser Flurgrenze eine zusätzliche Anlage installiert.

Die entsprechende Anzeige hatte das Unternehmen an die Stadt Triebes geschickt und war dort darauf aufmerksam gemacht worden, dass zuständigkeitshalber die Unterlagen an die Verwaltungsgemeinschaft Leubatal zu schicken seien, da sich das Flurstück in der Gemarkung Brückla befindet, die zur Stadt Hohenleuben gehört. Diesen Hinweis hatte das Unternehmen jedoch mehrere Monate ignoriert und nun lediglich lapidar über die Installation informiert.

"So nicht", waren sich Verwaltung sowie Stadt einig hatten dem Unternehmen mitgeteilt, dass die eingereichten Unterlagen nicht aussagefähig seien und räumten den Verantwortlichen die Möglichkeit ein, vor dem Stadtrat das Vorhaben öffentlich zu erläutern.

Das geschah dann nach Auffassung von Dirk Bergner (FDP) etwas "salopp". Er hielt dem Unternehmensvertreter vor: "Herr Eidam, eines muss ich Ihnen als Bauausschussvorsitzender dieser Stadt schon sagen. Jeder Garagenbauer reicht aussagefähigere Unterlagen ein als Sie. Es liegt in Ihrem eigenen Interesse, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, anstatt den Eindruck zu erwecken, dass Sie abwimmeln wollen." Bergner wies darauf hin, dass es in Hohenleuben bereits eine aktive Bürgerinitiative gebe. "Da sollten Sie wenigstens in dem Ortsteil, der Ihrer Anlage am nächsten liegt, Messungen anbieten: eine am Ortsanfang, eine in der Mitte und eine am Ende."

Heidrun Sedlacik (MDL, PDS) argwöhnte, dass es darum ginge, die Triebeser "auszutricksen" und verlangte, die Bürger des Nachbarstädtchens ebenfalls zu beteiligen. Hier wurde sie allerdings von Verwaltungschef Matthias Lindig darauf hingewiesen, dass "die Stadt Triebes bereits mitgeteilt hat, keine Einwände zu haben." Ansonsten, so Lindig korrekt, sei der Stadtrat von Hohenleuben nicht für Triebes zuständig, sondern für Hohenleuben und Brückla.

Fazit des Abends- der Vertreter von O2 sicherte zu, nach der Inbetriebnahme in Brückla mindestens drei Messungen durchzuführen und eine Einwohnerinformation anzubieten.