Bundestagswahlkampf
DEHOGA-Diskussion mit Ernst Burgbacher
DEHOGA-Diskussion mit Ernst Burgbacher

Der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus, Staatssekretär Ernst Burgbacher (FDP) war jetzt auf Initiative von Thüringens FDP-Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl, Patrick Kurth, MdB zu Gast im DEHOGA-Kompetenzzentrum in Erfurt. Burgbacher würdigte die Tourismusbranche als einen Jobmotor für Thüringen. "Quasi im Schatten der Industrie haben sich Hotellerie und Gastgewerbe in den zurückliegenden Jahren prächtig entwickelt", so der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschafsministerium. Habe man sich noch vor drei Jahren darüber gefreut, dass erstmals die Marke von 60 Millionen Übernachtungen in Deutschland überschritten wurde, sei man heute schon bei fast 75 Millionen, freut sich der Tourismusbeauftragte. "In einem Land, das sich neben der Industrie immer mehr als Tourismusland entwickelt, müssen die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Deutschland hat derzeit, im Gegensatz zu anderen Ländern, eine positive Wirtschaftsentwicklung - aber man muss sich auch fragen, warum dies so ist, das nämlich sind die Stärken unseres Landes", so der FDP-Politiker. Mit Stolz blicke er auf die Tourismuswirtschaft, die daran ihren Anteil hat, jedoch sehr arbeitsintensiv ist. Dies komme allein auch dadurch zum Ausdruck, dass der Anteil der Beschäftigten höher sei, als der Anteil am Bruttosozialprodukt.

Nach der Begrüßung und Eröffnung durch Gudrun Münnich, Präsidentin DEHOGA Thüringen, sowie Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Thüringen, hatte der Ehrengast das Wort. Dieser fühlte sich geehrt, insbesondere vor Unternehmern, auch mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl, über aktuell pulsierende Themen des Hotel- und Gaststättengewerbes zu sprechen und zu diskutieren. Zur Forderung der Präsidentin gegen einen gesetzlichen Mindestlohn, warnt Burgbacher davor, Tarifverhandlungen allein in die Arme der Politik zu geben. "Finger weg von einem einheitlich festgelegten Mindestlohn", so Burgbacher. Natürlich stellte sich auch die Frage, wie man eine grundlegende Reform der Mehrwertsteuer realisieren kann. "Die FDP", sagte Ernst Burgbacher, "jedenfalls steht zur Entscheidung der Senkung der Mehrwertsteuer auf Übernachtungen." Gudrun Münnich führt zu dieser Thematik aus. "Unsere Branche hat Wort gehalten. Wir haben weit über die Maßen investiert in Wirtschaftsgüter und Mitarbeiter und auch die Preise gesenkt. Auch wenn einige Vertreter in der Politik dies uns absprechen. Die Zahlen sprechen dazu eine deutliche Sprache und stehen gegen all die populistischen Aussagen. Wir können im Vergleich zu anderen Branchen eben nicht den Standort verlagern und ins Ausland gehen, sondern bleiben hier in Deutschland und in Thüringen."

Zum Bericht auf der DEHOGA-Seite