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Volker Weber
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Weber: Historische Chance zur Reformierung des Rentensystems verpasst

Die FDP-Thüringen sieht die Ergebnisse der Rürup-Kommission als verpasste Chance an. "Diese mit heißer Nadel gestrickte Reform, die im Grunde nichts anderes als das Herumdoktern an einem maroden System darstellt, löst die Probleme der Rentenkasse nicht.", so der Pressesprecher der FDP-Thüringen, Volker Weber.

Was Deutschland brauche sei nicht die Erhöhung des Renteneintrittsalters und die Einführung eines Demographiefaktors. Vielmehr müsse sich von der überholten Doktrin der Vollbeschäftigung in den Sozialsystemen gelöst werden. Die Chance neue Wege für eine gerechte Altersversorgung einzuschlagen, sei damit vertan. "Nicht die Kosten des Alters sollten permanent auf die Bevölkerung verteilt werden. Statt dessen muss mit einer modernen Familien- und Arbeitsmarktpolitik die Grundlage für die Veränderung der Demografie-Entwicklung gelegt werden.", so der FDP-Politiker Weber.

Einen Beitrag dazu stelle das von der FDP vertretene Modell des Bürgergeldes dar. "In dieses Modell kann die Rente als Altersgrundsicherung eingearbeitet werden.", so Weber weiter. Damit sei sichergestellt, dass Mütter ihre eigene Rente in Form des Bürgergeldes erhalten würden und nicht ohne eigene Rentenansprüche da stünden. Es sei unverantwortlich, dass kinderlose Ehepaare im Alter zwei Renten beziehen könnten, Kinderreiche dagegen nur eine.

"Eine umlagefinanzierte Rentenversicherung ist heute nicht mehr zeitgemäß. Die gegenwärtige Bevölkerungsentwicklung macht diese nicht mehr finanzierbar.", so Weber. Es müsse aufgehört werden die Symptome zu bekämpfen. "Statt dessen müssen jetzt die Ursachen angegangen werden.", so Weber abschließend.


28.08.2003 Pressestelle